Weitere Einsatzmöglichkeiten der Photovoltaik durch Dünnschichtmodule

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Die Firma Malibu aus Osterweddingen bei Magdeburg plant weitere Einsatzmöglichkeiten der Photovoltaik zu erschließen. Möglich werden soll dies durch eine neue Produktionsanlage für Solar-Dünnschichtmodule, welche auch in Fassenden integriert werden können. Die offizielle inbetriebnahme des Malibu GmbH & Co. KG-Werkes war am Donnerstag.

Das Besondere der Anlage mit einer Jahreskapazität von 40 Megawatt sei die Verwendung von speziellem Silizium für die Dünnschichtzellen. Dadurch reichen Schichtdicken von nur wenigen Mikrometern für Solarzellen mit einem Wirkungsgrad von derzeit rund sieben Prozent aus. Teure Rohstoffe können so eingespart werden.

Die Dünnschicht-Produktionsanlage ermöglicht die Herstellung von Photovoltaik-Modulen aus besonders großen Glasplatten mit einer Größe von maximal 5,7 Quadratmetern. Dadurch lassen sich den Angaben zufolge die Produktionskosten senken.

Die Malibu GmbH & Co. KG ist ein Gemeinschaftsunternehmen der E.ON AG und der Schüco International KG. Beide Firmen investierten als Joint Venture eigenen Angaben zufolge rund 100 Millionen Euro. Im Rahmen des Projektes wurden 120 neue Arbeitsplätze geschaffen. Ziel Joint Ventures sowie des Aufbaus von so genannten Solarfarmen sei laut E.ON-Vorstandschef Wulf H. Bernotat die Solarenergie im industriellen Maßstab zu nutzen.

Aus Sicht des Bundeswirtschaftsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) seien diese Investitionen ein gutes Zeichen in Krisenzeiten die Signalisieren, dass Innovationen der beste Weg seien, um aus dieser schwierigen Situation wieder herauszufinden. Ferner appellierte er an die Solarbranche in Deutschland, ihre weltweite Spitzenstellung zu verteidigen.

Die rund 15.000 Betriebe mit etwa 70.000 Arbeitsplätzen erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Umsatz von acht Milliarden Euro. In den Ausbau wurden zwei Milliarden Euro reinvestiert.

Eines der wirtschaftlichsten Bundesländer im Bereich Solarwirtschaft sei Sachsen-Anhalt. Laut Landeswirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) kommen etwa ein Zehntel der weltweit hergestellten Solarzellen aus dem Bundesland.