Was bringt 2009 für die Solarindustrie?
Nach Ansicht der Marktforscher von Solarbuzz wird nach fünf Rekordjahren 2009 nun für die Firmen der Solarbranche ein dunkles Jahr werden, da durch die Verdopplung der global neu installierten Photovoltaikanlagen gigantische Überkapazitäten aufgebaut wurden. Vor allem die neuen großen Modulkapazitäten aus Asien sowie die Aufstockung europäischer und US-Hersteller tragen zu dieser gigantischen Überkapazität bei. Deshalb fragt sich die Branche momentan: Wohin damit? Durch die Wintermonate in den Hauptmärkten lässt sich die Höhe der Nachfrage für 2009 noch nicht abschätzen. Deshalb hat bereits ein deutlicher Preisverfall eingesetzt, es wird von bis zu 20% Nachlässe auf Module berichtet. Dadurch erhoffen sich viele einen drastischen Anstieg bei der Nachfrage.
Da allein in Deutschland aufgrund der staatlich garantierten Einspeisevergütung für Solarstrom mit einer Dachanlage eine jährliche Rendite von 10% zu erzielen ist, lohnt sich die Anschaffung von Solar wie noch nie. Jedoch sehen Pessimisten zwar bei der Zahl der verkauften Module ein Wachstum, allerdings wird das wohl nicht reichen, um die kollabierenden Preise aufzufangen.
Sollte der Markt kollabieren, hätte das schlimme Folgen, denn Investoren würden auf lange Zeit das Vertrauen in erneuerbare Energien verlieren und somit wäre die nötige Umstellung unserer Energieversorgung behindert. Die Beratungsfirma Greentech Media prognostiziert für 2009 das Brachliegen von rund zwei Drittel der Fabrikkapazitäten, was für viele Solarfirmen das Aus bedeuten könnte.



