Umdenken: Vattenfall setzt in Zukunft auf erneuerbare Energien
Am Dienstag kündigte der staatlich schwedische Energiekonzern Vattenfall eine umfassende Restrukturierung des eigenen Geschäftes an. In Stockholm erklärte das Unternehmen, das der Fokus künftig auf den eigenen Kernmärkten und der Verbesserung der CO2-Bilanz liegen soll.
Vattenfall wurde vom schwedischen Staat, der der einzige Anteilseigner des Unternehmens ist, aufgrund der schlechten CO2-Bilanz und der sinkenden Erträge massiv unter Druck gesetzt. So forderte die schwedische Regierung das Unternehmen dazu auf, auch im Ausland stärker in erneuerbare Energien zu investieren. Dafür sollen die Investitionen in Kohle und andere fossile Brennstoffe minimiert werden.
In den kommenden Jahren möchte Vattenfall durch die strategische Neuausrichtung mit Investitionskürzungen und Stellenstreichungen die operativen Kosten des Konzerns um bis zu 650 Millionen Euro reduzieren. Die Kernmärkte Vattenfalls sind neben Schweden Deutschland und die Niederlande.
Zudem unterhält der Konzern in Polen, Finnland und Großbritannien Einrichtungen, die der Energiegewinnung dienen. Nach Konzernangaben stehen Kraftwerksschließungen in Deutschland derzeit nicht zur Debatte. Vattenfall möchte jedoch die bislang geplanten 21,7 Milliarden Euro für Investitionen auf voraussichtlich 17,8 Milliarden Euro reduzieren.



