Tote Hasen dienen der Gewinnung von Biotreibstoff

Erneuerbare Energien sollen die Umwelt schützen. Doch eben das scheint nicht immer gegeben. In Schweden wird zur Erzeugung von Erneuerbaren Energien die Umwelt sogar massiv in ihrer Existenz bedroht.

Um Biotreibstoff für eine Heizanlage in Schweden zu gewinnen, werden in Stockholm jährlich tausende Hasenkadaver verbrannt. Dabei handelt es sich jedoch nicht nur um wilde Kaninchen. Auch ehemaligen Haustiere, die in den schwedischen Parks ausgesetzt werden, fallen der Energiegewinnung zum Opfer.

Mit Hilfe der Maßnahme versuchen die schwedischen Initiatoren, sowohl das Energieproblem als auch die Kaninchenplage in den Griff zu bekommen und führen dabei sogar einen umweltschützenden Aspekt an. Mit dem Töten der possierlichen Tierchen wollen sie verhindern, dass die Bäume und Sträucher in den schwedischen Parks geschädigt werden.

Schwedische Tierschützer können diese Argumentation jedoch nicht nachvollziehen und protestieren gegen diese Methode zur Gewinnung von Bioenergie. "Es scheint mir so, als würden sie die Hasen als Ware ansehen", sagte Anna Johannession von der Gesellschaft zum Schutz wilder Hasen zur schwedischen englischsprachigen Zeitung „The Local“.