Solar Millennium Anleger gehen offenbar leer aus

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Nach der Insolvenz steht Solar Millennium ein schwerer Weg bevor. Sowohl ein Verkauf als auch eine Zerschlagung des Solarkraftwerkherstellers wird schwierig. Aufgrund der engen Verzahnung zeigt sich der Insolvenzverwalter des Unternehmens zunehmend skeptisch.

Der vorläufige Insolvenzverwalter von Solar Millennium, Volker Böhm, erklärte zuletzt, dass die Unternehmensstruktur das Verfahren alles andere als einfach mache. Von der Pleite des Erlanger Kraftwerksentwicklers sind rund 30.000 Anleger betroffen. Vor allem die rund 14.000 Aktionäre des Unternehmens müssen nach Ankündigungen von Böhm um ihr Geld bangen.

Wie der Insolvenzverwalter von Solar Millennium erklärte, rangieren die Ansprüche der Aktionäre hinter denen aller anderen Gläubiger. Die Aktionäre dürfen erst dann auf Geld hoffen, wenn die Forderungen der anderen Gläubiger zu 100 Prozent erfüllt werden konnten. Im Zuge des Insolvenzverfahrens könnte Solar Millennium darüber hinaus auch den Zugriff auf wichtige Tochtergesellschaften verlieren.

Vielfach wurden nach Erklärungen von Böhm die Tochtergesellschaften mit anderen Firmen als Gemeinschaftsunternehmen organisiert. Im Zuge der Insolvenz haben die Mitgesellschafter nun teilweise das Recht, die Anteile an den Tochterunternehmen gegen eine entsprechende Entschädigung zu übernehmen. Dies droht Berichten zufolge bei der Kölner Firma Flagsol. Die Gesellschaft könnte bald vollständig in den Besitz von dem Essener Anlagenbauer Ferrostaal übergehen.