Schott Solar sagt Börsengang ab

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Das Solarunternehmen Schott Solar hat den geplanten Börsengang erneut kurzfristig abgesagt. Der Grund für diese Entscheidung liegt in den wiederholt drastischen Verschlechterungen der Bedingungen an den internationalen Kapitalmärkten, wie der Konzern am Mittwochabend in Mainz bekannt gab.

Erst wenn es zu einer nachhaltigen Beruhigung des Kapitalmarktumfeldes kommt soll nun das weitere Vorgehen geprüft werden. Der Verzicht auf die Platzierung der Papiere im Prime Standard wurde den Unternehmensangaben zufolge zusammen mit den beteiligten Banken entschieden.

Gleichzeitig hat das rheinland-pfälzische Unternehmen darauf hingewiesen, dass das operative Geschäft von der Entscheidung nicht beeinflusst wird. Die Finanzierung weiterer Ausbaupläne sei demnach gesichert.

Schon im September hatte Schott Solar den Börsengang wegen der hohen Kursschwankungen an den Kapitalmärkten kurzfristig erst abgesagt und dann aufgeschoben. Am Donnerstag sollten die Papiere jetzt zum ersten Mal gehandelt werden.

Schott Solar hatte gemäß Börsenprospekt aus September einen Nettoerlös von etwa 477 Millionen Euro geplant. Die Muttergesellschaft, der Spezialglashersteller Schott, sollte nach dem Börsengang noch 54 Prozent an der Solartochter halten.