Schott Solar eröffnet erste kombinierte Fertigungsanlage in den USA
Rund ein Jahr nach dem ersten Spatenstich zur ersten Phase eröffnete Schott Solar in Albuquerque, New Nexico (USA) eine Fertigungsanlage für Photovoltaik-Module und Reciever für solarthermische Kraftwerke. Das Unternehmen schaffte mit der neuen Produktionsstätte, in die es über 100 Mio. US-Dollar investierte, 350 neue Arbeitsplätze und rechnet auf Grund des wachsenden Marktes in den USA auf eine steigende Nachfrage nach solaren Technologien. An der Einweihung nahmen neben Repräsentanten von Schott Solar auch Vertreter der US-Regierung, des Staates New Mexico sowie der Region Albuquerque teil. Das Projekt wurde von den Regierungsvertretern als leuchtendes Beispiel für die regionale und nationale Wirtschaft gelobt.
Die auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtete Anlage soll langfristig auf eine Produktionsfläche von rund 75.000 Quadratmeter erweitert werden und dann 1.500 Arbeitsplätze schaffen. Dazu wird ein Investitionsrahmen von nahezu 500 Mio. US-Dollar benötigt. In der weltweit ersten Produktionsstätte, in der sowohl Photovoltaik-Module als auch Receiver für solarthermische Kraftwerke gefertigt werden, soll in der ersten Phase eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 85 MW mit Photovoltaik-Modulen des Typs Schott Solar Poly 225 erreicht werden. Diese eignen sich auf Grund ihrer Größe und Haltbarkeit besonders für den Einsatz auf öffentlichen Gebäuden.
In Albuquerque werden außerdem erstmals in den USA auch Receiver, die das Herzstück der solarthermischen Kraftwerkstechnologie sind (CSP – Concentrated Solar Power) gefertigt. Zunächst wird die Produktion an zwei Linien stattfinden, womit sich Parabolrinnenkraftwerke mit einer jährlichen Leistung von bis zu 400 MW ausstatten lassen. Die Receiver bestehen aus einem speziell beschichteten Absorberrohr, das in ein vakuumdichtes Glasrohr eingebettet ist. Sie befinden sich in der Brennlinie von rinnenförmig angeordneten Parabolspiegeln, die permanent dem Tageslauf der Sonne nachgeführt werden und das Licht auf die Receiver konzentrieren. Dadurch wird ein im Absorberrohr strömendes Thermoöl erhitzt, welches dann über einen Wärmetaucher geleitet wird, in dem Dampf produziert wird. Der Dampf wiederum produziert dann in Turbinen Strom ohne CO2-Emissionen.
In Albuquerque sind die Fertigungsprozesse bereits auf die Umsetzung zukünftiger Innovationen bei den Receivern vorbereitet. Schott Solar stellte schon während der Einweihung verschiedene Prototypen einer neuen Receiver-Generation vor, die in der Lage sind, die Effizienz von Parabolrinnen-Kraftwerken zu steigern und somit die Kosten der industriellen Solarstromerzeugung weiter senken zu können.



