Projekt SOLASYS: Günstigerer Solarstrom durch Lasertechnik

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In dem vom Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT geleiteten EU-Projekt SOLASYS zeigen Wissenschaftler, wie die Herstellung von Photovoltaik-Zellen durch Lasertechnik effizienter und somit der Solarstrom billiger werden kann. Von den Ergebnissen des Projekts sollen sowohl bereits etablierte als auch neue Solarzellenkonzepte profitieren, erklärt Studienautor Alexander Olowinsky. In dem arbeiten 10 Unternehmen und Institute zusammen, darunter Hersteller und Entwickler von Lasersystemen und Maschinen aus Deutschland, Forschungsinstitute aus Belgien und Frankreich, Produzenten von Solarzellen und Solarmodulen aus Bulgarien, Spanien und den Niederlanden sowie ein Hersteller von Strahlführungssystemen aus Deutschland. Die EU fördert das insgesamt 6 Millionen Euro teure Projekt, das sich über drei Jahre erstreckt, mit 3,5 Millionen Euro.

Die derzeit vergleichsweise hohen Kosten von Solarstrom sind vor allem auf das Material und die Herstellung der Solarzellen zurückzuführen. Würde es gelingen, die momentan höchstens 16%ige-Effizienz von Solarzellen zu erhöhen, könnten in der Folge die Preise für Solarstrom fallen. Die Lasertechnik eignet sich hierzu besonders gut, weil sie zahlreiche Vorteile in der Bearbeitung des Materials bietet: Berührungslosigkeit, kontrollierte Energieabgabe sowie hohe Geschwindigkeit und Präzision können die Bearbeitung erheblich vereinfachen. Obwohl zahlreiche Anwendungen der Lasertechnik denkbar sind, würde sie derzeit nur bei der Kantenisolation oder bei Borhungen eingesetzt werden, berichtet Olowinsky. Auf der internationalen Fachmesse LASER - World of Photonics (15.-18. Juni) in München sollen die ersten Ergebnisse des Projekts vorgestellt werden.

Nach den Prognosen der European Photovoltaic Industry Association wird sich die aus Photovoltaik-Anlagen installierte Leistung in den nächsten 8 Jahren verzehnfachen, ein zum konventionell gewonnenen Strom vergleichbarer Preis des Solarstroms wird jedoch nicht vor 2015 erwartet. Olowinsky hält diese Einschätzung für realistisch.