Preis für Solarpark in Hörup
Im Kreis Schleswig-Flensburg ist die schleswig-holsteinische Gemeinde Hörup für ihre im Dezember installierte Photovoltaik-Freiflächenanlage ausgezeichnet worden. Ihre 4,2 Megawatt leistungsstarke Anlage soll mit einer jährlichen Leistung von rund vier Millionen Kilowattstunden Strom die größte zusammenhängende Photovoltaik-Freiflächenanlage Norddeutschlands sein und rund 2.000 Haushalte in der Region mit Strom versorgen.
Für diesen neu ans Netzt angeschlossenen Solarpark wurde die Gemeinde Hörup nun als "Energie-Kommune“ des Monats Januar 2010 ausgezeichnet. Das teilte die Agentur für Erneuerbare Energien am Montag in Berlin mit und lobte ausdrücklich das Engagement der Gemeinde. Laut Jörg Mayer, dem Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, zeige das Projekt auf eindrucksvolle Weise, wie Freiflächenanlagen zur Zufriedenheit aller und auch ökologisch nachhaltig umgesetzt werden können.
Finanziert wurde der Solarpark unter anderem die Höruper Gemeindemitglieder. Rund ein Viertel der Anlage wurde als Bürgersolarpark konzipiert, so dass sich 25 Bürger mit einem Eigenkapital von mindestens 2.500 Euro an der Finanzierung beteiligten. Insgesamt wurden so 310.000 Euro für den Bau zur Verfügung gestellt, welcher von dem Hamburger Solarkonzern Conergy in drei Monaten durchgeführt wurde.
Für Investor Stephan Johannsen sei der Solarpark daher ein Projekt mit vielen Gewinnern. "Denn vom Anlagenbetrieb profitieren nicht nur die Betreiber, sondern auch die beteiligten Bürger und ihre Kinder - und natürlich die Umwelt", so Johannsen laut hoerup.de. Norbert Apfel, Geschäftsführer der Conergy Deutschland GmbH, sieht das ähnlich. Er bezeichnet den Park auf der Gemeindehomepage als einen Meilenstein für die Photovoltaik in Norddeutschland.
"Als Flensburger bin ich besonders stolz, dass Conergy in Hörup den größten norddeutschen Solarpark realisiert hat", sagte Apfel nach der Eröffnung im vergangenen Jahr und bezog sich damit auf die Tendenz, dass die großen Solarparks bislang vorrangig im Süden errichtet wurde. Nun setzten jedoch immer häufig Investoren auf den Norden des Landes. "Wir verzeichnen einen deutlichen Anstieg der Nachfrage für Großprojekte im Norden und sind überzeugt, dass weitere Investoren dem Beispiel Hörups folgen werden", meint Apfel.



