Pläne für erstes Solar-Kraftwerk im Weltall
Wenn es nach dem kalifornischen Energieversorgungsunternehmen Pacific Gas & Electric (PGE) geht, sollen ab 2016 bereits erste Stromlieferungen aus dem Weltall erfolgen. Das Unternehmen kündigte an, dazu in Kooperation mit dem Startup-Unternehmen Solaren im Weltraum eine Solarfarm bauen zu wollen. Laut Berichten im Branchenportal Cnet soll das Startup-Unternehmen, die die Solarfabrik im Weltall für PGE bauen und das Energieversorgungsunternehmen mit 200 Megawatt Energie beliefern.
Experten und Wissenschaftler diskutieren schon längere Zeit über Solarparks im Weltraum, allerdings wagte sich bisher kein unternehmen an die Umsetzung. Solaren will nun die Umsetzung mit der SSP-Station (Space Solar Power) in die Hand nehmen. Bisher gibt es jedoch noch einige technische Probleme, denn nicht nur die Transportfrage muss noch geklärt werden, sondern laut Untersuchungen des Pentagon aus dem Jahre 2007 müsste das Kraftwerk zehnmal so groß sein wie die ISS und allein der Transport der einzelnen Komponenten wäre eine enorme finanzielle Belastung.
Laut dem CEO von Solaren, Gary Spirnak sollen die Lieferungen jedoch ab 2016 aufgenommen werden. Dazu will Solaren, nun Solarpenele mit herkömmlichen Kommunikationssatelliten in den Weltraum schicken. „Diese Satelliten nutzen seit 45 Jahren Sonnenenergie, um die eigneen Komponenten mit Strom zu versorgen“, äußerte Spirnak. Dort sollen sie stets optimal zur Sonne ausgerichtet die Elektrizität gewinnen und durch ein hochfrequentes Funksignal an Bord des Satelliten umgewandelt wieder zur Erde geschickt werden. Nach Angaben des Solaren-CEO werde die Solarfarm den selben Umwandlungsprozess wie die Satelliten nutzen. Dabei liege der Hauptvorteil der Solarfarm im Weltraum darin, dass die Energie rund um die Uhr gewonnen werden könne. „Selbst, wenn es auf der Erde Nacht ist oder bewölktes Wetter herrscht, können die Solarsatelliten die Energiegewinnung zu 100 Prozent durchführen“, heben die Entwickler von Solaren hervor. Die Rückwandlung in elektrischen Strom stellt der Empfänger sicher und speist den elektrischen Strom in das Netz ein.
Allerdings werden die Entwickler bislang aufgrund der horrenden Kosten von der Realisierung einer derartigen Anlage abgehalten. „Wir haben Prototypen der SSP-Station konstruiert und zugleich ein Entwicklerprogramm ins Leben gerufen, um eine Kostenreduktion zu erreichen“, sagte Solaren-CEO Spirnak. Neben Labortests will Solaren auch Feldversuche, wozu Testsatelliten ins All geschickt werden sollen, durchführen. Zuversichtlich zeigt sich auch der Auftraggeber PGE und vertraut auf die Erfahrung der Solaren-Techniker.



