Photovoltaik-Förderung in China

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Medienberichten zufolge plant China seit geraumer Zeit ein Förderprogramm für Solarenergie. Den Einzelheiten zufolge, die nun bekannt wurden, sollen Solaranlagen mit einer Kapazität von mehr als 50 Kilowatt staatlich gefördert werden. Für 2009 sei ein Budget von etwa 44 Millionen Euro vorgesehen, mit dem maximal 20 Megawatt gefördert werden könnten. Allerdings erwarten Experten für dieses Jahr noch gewisse Anlaufschwierigkeiten und deshalb einen geringeren Finanzbedarf für das Förderprogramm.

Wie der „China Observer“ berichtete, sollen laut Plänen des Wohnungs- und des Stadtentwicklungsministeriums umgerechnet bis zu 2,20 Euro pro Watt Kapazität gezahlt werden, was in etwa den aktuellen Produktionskosten von Solarmodulen in China entspräche. In einem von Achim Haug von Germany Trade and Invest verfassten Bericht heißt es, dass die Förderung bereits pro installiertem Watt und nicht erst für die erzeugte Leistung gezahlt werden solle. Bei der hohen Förderung von 2,20 Euro pro Watt brauchte der Kunde selbst dann nur noch die Installationskosten zu tragen.

Den Berichten zufolge habe das Finanzministerium einen Leitfaden veröffentlicht, wonach die erste Antragsphase bis zum 20. Mai läuft. Allerdings sei das Programm auf mehrere Jahre angelegt und die Förderhöhe werde jährlich geprüft. Vor allem auf den Dächern der krankenhäuser, Schulen und Regierungsgebäuden sollen die Photovoltaik-Anlagen installiert werden. Auch Insellösungen sind im Gespräch, durch die künftig die Energieversorgung von abgelegenen Orten dezentral über Photovoltaik-Anlagen gewährleistet werden soll. Dem Leitfaden zufolge müssten die monokristallinen Solarzellen einen Wirkungsgrad von mindestens 16 Prozent und polykristalline Solarzellen 14 Prozent sowie Photovoltaik-Anlagen mit Dünnschichtmodulen von mehr als sechs Prozent Effizienz aufweisen, um die Förderung zu erhalten.

Vor allem den einheimischen Produzenten wie Suntech, Yingli, Trina Solar und JA Solar kommen diese Voraussetzungen entgegen, da sie aufgrund ihrer hohen Exportabhängigkeit vom weltweiten Nachfrageeinbruch betroffen sind. Hoffnung machen sich von dem zu erwartenden Boom allerdings auch deutsche Photovoltaik-Unternehmen.