Neuregelung der Einspeisevergütung in Griechenland

Mit der Neuregelung der Einspeisevergütung, durch die die griechische Regierung den Ausbau der Photovoltaik forcieren will, könnte Griechenland nach Meinung des Executive Vice President Sharp Energy Solution Europe (SESE), Peter Thiele, den Anschluss an den Europäischen Photovoltaikboom schaffen und sich dadurch sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Vorteile sichern. Die Gesetzesnovellierung komme genau zum richtigen Zeitpunkt.

Mitte Januar hatte das Griechische Parlament die Änderung des neuen Photovoltaik-Gesetzes beschlossen, in dem unter anderem die jährliche Deckelung von 0,8 Gigawatt aufgehoben und Projektierern eine Realisierungsfrist von 18 Monaten gewährt wurde. Die neue Vergütung sieht eine garantierte Einspeisevergütung von Solarstrom von 40 bis 50 Cent pro Kilowattstunde über eine Laufzeit von 20 Jahren vor. Außerdem plant die griechische Regierung durch ein Sonderprogramm für Dachinstallationen weitere 750 Kilowatt.

Obwohl das Land über ideale klimatische Bedingungen und einer guten Einspeisevergütung verfügt, ist der Markt bisher erst schwach ausgebaut. Griechenland besitze "großes Photovoltaik-Potenzial und wenig installierte Solarleistung". Sharp sieht in der Aufhebung der Zubaugrenzen einen großen Fortschritt zur Erschließung des Marktes und sieht sich darin bestätigt, auf Griechenland als Zukunftsmarkt zu setzen. Eine stärkere Nutzung von Solarstrom könne für den Mittelmeerstaat gleich mehrere Vorteile bieten, denn neben der Reduzierung von CO2-Emissionen mache sich Griechenland auch unabhängig von fossilen Energieträgern.