Neues Gesetz zur Vergütung von erneuerbaren Energien wird heftig kritisiert
Energiewirtschaft und Verbraucherschützer sind sich einig: Der Entwurf für eine Novelle der Solarförderung ist so nicht akzeptabel.
Der heftig kritisierte Gesetzesentwurf von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) sieht laut Berliner Tagesspiegel vor, dass Betreiber von Solaranlagen auf dem eigenen Dach künftig über 100 Prozent mehr entlohnt werden, wenn sie den erzeugten Strom selbst verbrauchen. Ab dem kommenden Sommer könnten die Betreiber demnach statt 3,6 Prozent 8 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde vergütet bekommen.
Ziel dieses Gesetzes ist es, die Betreiber von Solaranlagen dazu zu bewegen, mehr Strom selbst zu verbrauchen und weniger ins öffentliche Netzt einzuspeisen. Die Speicherung des Stroms gilt noch immer als sehr schwierig, so dass es zu Überkapazitäten kommen kann.
"Mit der Regelung zum Eigenverbrauch wird die angestrebte Entlastung der Netze aber nur in Ausnahmefällen erreicht", sagte Hildegard Müller, Chefin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft, laut Zeitungsbericht. Vielmehr könne es sogar zusätzliche Lastspitzen im Stromnetzt geben, was zu hohen Kosten führen würde, welche letztendlich die Verbraucher zahlen müssten.
Ähnlich sieht es auch Holger Krawinkel, Energieexperte des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen. Er befürchtet, dass durch das neue Gesetz Steuereinnahmen ausbleiben und die Gemeinden Konzessionsabgaben verlieren.



