Herten: Solar Millennium AG startet Realisierung eines „Blauen Turms“
Mit einem 24,6 Millionen Euro teuren Demonstrationsprojekt zur Gewinnung von Wasserstoff und Strom aus der nachhaltigen Verwertung regenerativer Reststoffe startet die Solar Millennium AG in der Stadt Herten. Zur Realisierung des Blauen Turms der Projektgesellschaft H2Herten GmbH, der in das Gelände der ehemaligen Zeche Auf Ewald konzeptionell eingebunden ist, trägt eine bewilligte Projektförderung in Höhe von rund 7,1 Mio. Euro der Landesregierung Nordrhein-Westfalen bei. Nachdem noch die letzten erforderlichen Genehmigungen eingeholt sind, soll die Grundsteinlegung des Blauen Turms in Herten im Februar 2009 stattfinden. Die Realisierungszeit des Projekts soll rund ein Jahr betragen.
Der Blaue Turm, mit Standort an der an der Autobahn A2, soll aus dem Eingangsstoff Straßenbegleitgrün sauberes, wasserstoffreiches Produktgas herstellen, welches zu Wasserstoff aufbereitet auch in einem Blockheizkraftwerk zur Stromerzeugung genutzt werden soll und somit etwa 12.000 Haushalte der Stadt Herten mit nachhaltig produziertem Strom versorgen soll. Die Anlagenleistung soll 13 Megawatt (thermisch) betragen. Der Überschuss an produziertem Wasserstoff soll dem Wasserstoffkompetenzzentrum bereitgestellt werden. Mit der Investition in die Technologie des Hybridbetriebes will Solar Millennium solarthermischen Kraftwerken die Stromproduktion rund um die Uhr ermöglichen, damit die Kraftwerke einen größeren Anteil mit klimafreundlichem Strom aus regenerativen Reststoffen in ihren Netzen abdecken können.
„Der rund 40 Meter hohe Blaue Turm an der Autobahn A2 wird Symbol für den Wandel des Ruhrgebiets durch Nutzung von Zukunftstechnologien hin zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Energiestruktur sein. Da der Blaue Turm anders als bei den bekannten Technologien der Biomassenutzung regenerative Reststoffe verwertet und dabei sehr unterschiedliche Eingangsstoffe nutzen kann, ergeben sich weltweit vielfältige Standortpotenziale. Bei dem Projekt in Herten handelt es sich um eine international bedeutende Referenzanlage“, sagte der Technologievorstand von Solar Millennium, Dr. Henner Gladen.



