Das EEG bewirkt nicht nur positives

Das erneuerbare Energiengesetzt bringt für Deutschland nicht nur Vorteile. Laut einer Studie profitieren vor allem EU-Länder von der deutschen Regelung.

Laut einem Bericht im Magazin "Spiegel", die sich auf einen Fachbericht im "The Energy Journal" beziehen, kommen Thure Traber und Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung zu dem Ergebnis, dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) kaum positive Auswirkungen auf die Umwelt hat. Darüber hinaus schaffe das EEG klare Wettbewerbsnachteile für deutsche Stromproduzenten gegenüber europäischen Konkurrenten.

Laut der angelegten Studie bewirkt das EEG allerdings auch positives. So kann Deutschland dank der Förderung durch das EEG fast 15 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Energien wie Wind- und Solarkraft beziehen. Damit verbunden reduziere sich auch der Verbrauch der von der EU fest zugeteilten CO2-Verschmutzungsrechte.

Dem gegenüber stehen jedoch die höheren CO2-Emissionen anderer EU-Länder, die sich zusätzliche Verschmutzungsrechte einkaufen und dadurch den von Deutschland eingesparten Ausstoß relativieren. Neben der Möglichkeit, durch die eingekauften Verschmutzungsrechte weniger auf die Umwelt zu achten, profitieren andere Länder durch das EEG auch von sinkenden Strompreisen. In Deutschland erhöhen sich hingegen die Preise für Energie um etwa drei Prozent.