Conergy: Solar Riese tief im Minus

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Der Hamburger Solaranlagenbauer Conergy steckt tiefer in den roten Zahlen als es bislang bekannt war. Wie der Vorstand am Mittwoch ankündigte, wird das Unternehmen im laufenden Jahr einen sehr hohen Verlust machen. Es wurde ein Rettungsplan ausgearbeitet, der Abhilfe schaffen soll. Dabei wird es zu Stellenabbau kommen, wobei fast jede fünfte Stelle gestrichen werden soll. Zudem soll der Konzern grundlegend umgekrempelt werden. Die Aktie des Unternehmens verlor an der Börse mehr als 1/5 ihres Börsenwertes und es kam zum massiven Verkäufen.

Für das Jahr 2007 wird ein Verlust vor Zinsen und Steuern zwischen 150 und 200 Millionen € erwartet. Im Jahr 2006 hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 52 Millionen € erwirtschaftet. Die Zahlen nach Ende Oktober 2007 lagen lediglich bei einem Minus von 10 Millionen EURO, so dass zum damaligen Zeitpunkt nicht mit einem so hohen Verlust zu rechnen war. Auch die Umsatzziele in Höhe von einer Milliarde Euro wird das Unternehmen voraussichtlich nicht erreicht. Der Vorstands Chef Dieter Amman erklärte: "Der neue Vorstand hat sich für eine Zäsur entschieden, die Conergy binnen kurzem wieder auf Erfolgskurs bringen werden".

Der Fokus des Unternehmens soll zukünftig auf das lukrative Solarstromgeschäft konzentriert werden und der Konzern will sich von den Randbereichen Biomasse und Solarthermie trennen. Allein von dieser Maßnahme werden 100 Beschäftigte betroffen sein. Weltweit sollen insgesamt 500 der 2700 Stellen gestrichen werden. Zudem soll eine Holdingstruktur eingeführt werden, die ebenfalls zu Einsparungen führen soll. Unter diesem Dachverband sollen zukünftig drei eigenständige operative Sparten angesiedelt werden.

Conergy wurde 1998 gegründet und hatte sich im Zuge seiner geplanten Expansion übernommen und war dadurch vorübergehend in Zahlungsschwierigkeiten gekommen. Im Hinblick auf den Boom der Solarbranche wurde daraufhin das Personal stark aufgestockt. Lieferengpässe bereiteten Conergy massive Probleme.