Bald Beteiligung der Erneuerbare-Energie-Branche am Stromnetz?
Wie der Vorstandsvorsitzende der Bonner SolarWorld AG, Frank Asbeck am Montag erklärte, will die Erneuerbare-Energie-Branche sich am deutschen Strom-Höchstspannungsnetz beteiligen. Die Pläne sehen dabei eine Beteiligung von 24,9 Prozent an einer möglichen Deutschen Netz AG vor. Wie Asbeck weiter sagte, wurde die Variante auch schon mit Banken erörtert. Von SolarWorld wurde der Vorschlag zudem schon in die deutsche Politik eingebracht und es soll von beiden Seiten ein positives Feedback gegeben haben.
Konkret sehen die Pläne für eine Deutsche Netz AG vor, dass alle vier deutschen Höchstspannungsnetzbetreiber ihre Netze in ein geteiltes Unternehmen einbringen. Ausschlaggebend für diese Idee war die Ankündigung von der E.ON AG aus dem Frühjahr ihr Höchstspannungsnetz zu verkaufen. Asbeck sagte dazu: „Wir wollen den Hut für den E.ON-Anteil in den Ring werfen”.
Asbeck geht weiter davon aus, dass langfristig die konventionelle Stromerzeugung komplett von den erneuerbaren Energien verdrängt wird. Allerdings wird es in der Solarbranche seiner Einschätzung nach noch weitere Konsolidierungsschritte geben, auch im Bezug auf die deutsche Industrie. In diesem Zusammenhang wies Asbeck auf die angekündigte Übernahme von ersol durch Bosch hin.
“Alle marktführenden Unternehmen der Branche werden demnächst wohl Übernahmeangebote bekommen”, so die Vermutung von Asbeck. SolarWorld selbst strebe allerdings nicht die Übernahme von Mitbewerbern an.



