Ausbau von erneuerbaren Energien leidet unter der Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken

Die wohl künftige Regierung aus Union und FDP verärgert die Opposition: Die Grünen glauben, dass Öko-Strom künftig kaum noch ins Stromnetzt eingespeist wird.

Der Ausbau von erneuerbaren Energien könne durch die von Union und FDP am Samstag beschlossene Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken ausgebremst werden. So jedenfalls glauben es die Grünen, die einen Systemkonflikt zwischen Atomstrom und Energie aus Wind und Sonne sehen.

Fraktionschef Jürgen Trittin äußerte sich gegenüber der „Financial Times Deutschland“ daher skeptisch über die Aussage von Union und FDP, den Ausbau von alternativen Energien fortzusetzen. „Die von Schwarz-Gelb als Brückentechnologie verkaufte Atomkraft bricht in Wahrheit die Brücke in das Solarzeitalter ab“, meint Trittin.

Als Hauptproblem sieht der Politiker der Grünen die blockierten Netzte an, die wegen des Stroms aus großen Kohle- und Atomkraftwerken ein Einspeisen von Öko-Strom verhindern würden. Und das würde durch die Neuregelung nur noch verstärkt werden.